Zu Mozarts “Finta giardiniera” an der Bayerischen Theaterakademie 11/2011:

(Dirigat, Hammerklavier und Studienleitung)

“Begeisterter Beifall, Bravo-Salven und Getrampel (…) Joachim Tschiedel (…) beeindruckte schon in der hochkomplexen ‘Drei-Schwestern’-Produktion als Dirigent des großen Bühnenorchesters. Diesmal befeuerte er das glänzend aufspielende Kammerorchester zu klarem, aufgerautem Klang mit kantig betonten Einsätzen. Den frappierenden Reichtum von Mozarts Seelenbildern in Arien und Ensembles stufte er innerhalb durchgängiger Allegro-Turbulenz gekonnt ab. So besaßen speziell die Klage-Arien des unglücklichen Ramiro schon die tiefe, anrührende, fast erschreckende Tiefe der späten Mozart-Klassiker. Hinzu kam eine Durchdringung von Szene und Musik zu musikalischem Theater: Tschiedel hielt inne, um eine Aktion auf der Bühne ausspielen zu lassen; (…) Tschiedel nahm sich auch die Freiheit, die Szene des alle Figuren erfassenden Wahnsinns mit Disharmonien am Hammerklavier zu begleiten, um die Rückkehr zu Einsicht und Ordnung dann wieder harmonisch erklingen zu lassen. All das ließ die Aufführung wie aus einem Guss wirken. (…) Prädikat. Unbedingt hörens-und sehenswert!”

Dr. Wolf-Dieter Peter im Straubinger Tagblatt, 12.11.2011

“(…) Joachim Tschiedel lotste das Ensemble mit lockerer Hand durch den Abend. (…) Das Münchener Kammerorchester belebte die Partitur mit atmender, ‘sprechender’ Phrasierung - einen schöneren, erfüllteren Mozart gibt es in München derzeit nicht zu hören”

Markus Thiel im Münchner Merkur, 12.11.2011

“Der große Pluspunkt bei Mozarts La finta giardiniera (…) war die Musik. (…). Vorteilhaft ist auch die Zusammenarbeit mit dem Münchener Kammerorchester, das unter Joachim Tschiedel genau erkennen ließ, wohin die Reise gehen sollte. Er dirigierte (zwischendurch auch temperamentvoll am Hammerklavier) einen jungen, dramatischen Mozart mit heftigen Sforzati, dramatisch ausgespielten Tempowechseln und großem Tiefgang.”

Beate Kayser in der tz, 12.11.2011

“Das Gesangsensemble aus Studierenden der Bayerischen Theaterakademie August Everding (…) wusste die Arbeit mit dem hochkarätigen Produktionsteam (…) zu nutzen und war hoch motiviert bei der Sache. (…) Sein Dirigat (JT) zeugte von beherzter Herangehensweise und war geprägt von genauer Ausformung des Klangbilds, und das Münchner Kammerorchester spielte auf gewohnt hohem Niveau.”

K.-F. Schulter in Das Opernglas, 1/2012